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Rudolph Giuliani,
"Zeigt, dass ihr keine Angst habt."
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Die "Null Toleranz"-Politik machte ihn bekannt, doch nicht unbedingt im positiven Sinne. Obwohl die
Kriminalitätsrate um ein Drittel sank und man sich in New York wieder sicher fühlen konnte,
sammelte er viele kritische Stimmen. Die Penner und kleinen Drogendealer sollten aus den
Straßen verschwinden, aber trotzdem hassten ihn viele Menschen.
Doch zum Ende seiner Amtszeit wurde er von den New Yorker bejubelt. "Rudy, Rudy", so hörte man
es überall wo er auftrat. Der Grund: Der 11. September 2001.
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Der US-Präsident hielt sich nach dem Anschlag weitgehend in der Luft auf, doch Giuliani
stampfte schon durch die Schuttberge. Er begab sich in höchste Gefahr und musste selber
flüchten, als die Türme des World Trade Centers einstürzten.
In dieser schwierigen Zeit stand er so nah an den New Yorkern wie kein Politiker je zuvor.
Nie sah man ihn danach ohne ein Baseball-Cap mit dem Logo des FDNY oder NYPD. Jeden Tag
erkundigte er sich nach den neuesten Erkenntnissen über die Vermisstenzahlen oder auch über
andere Kleinigkeiten, die er aber als genauso wichtig empfand.
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Die Sympathie für den einst sehr unbeliebten Bürgermeister wuchs Tag für
Tag. Die Zeitungen überschlugen sich mit Lobeshymnen und Politiker aus aller Welt bewunderten ihn.
Er machte den Menschen Mut, motivierte sie ihr normales Leben wieder aufzunehmen. "Zeigt, dass ihr
keine Angst habt."
Politiker und ehemalige Kritiker forderten eine Änderung am Wahlgesetz, damit der Mann der
Stunde noch länger im Amt bleiben kann. Doch erstmal war der 31. Dezember 2001 sein letzter
Arbeitstag, denn die Amtszeit ist abgelaufen und eine Wiederwahl kann es nicht geben.
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Doch es war alles mal anders. Als hart, unbarmherzig und niederträchtig
wurde er beschrieben. Ein Tiefpunkt seiner Laufbahn war der Ehestreit mit seiner Frau Donna
Hanover. Die Presse schlachtete dies bis zum letzten Detail aus und Giulianis Popularität
sank drastisch.
Dann kam auch noch seine Krankheit. Prostatakrebs hieß die Diagnose. Doch auch dies konnte
seinen Beliebtheitsgrad nicht groß steigern. Seine Karriere stand vor dem Aus und immer mehr
Kritik an seiner Politik wurde laut.
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Aber der 11. September 2001 veränderte seine Karriere. "Die Skyline wird wieder vollständig
sein", sprach er zu den New Yorker und machte ihnen immer wieder Mut. Für diese besondere
und hervorragende Leistung wurde er auch in Deutschland mehrfach ausgezeichnet.
Z.B. bekam er den Ehrenbambi für Politik oder den Titel "Mensch des Jahres" vom NDR.
Schade nur das die "Ära Giuliani" in New York zu Ende ist.
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